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Leseempfehlungen und Neuerwerbungen
des Bibliothekteams – im Juni/Juli von Roman Fröhlich (Repetent)
Mit seiner ersten Enzyklika ,Magnifica humanitas‘ greift Papst Leo XIV. eine der großen Gegenwartsfragen auf: Wie kann der Mensch im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz geschützt und gestärkt werden? Das Lehrschreiben stellt sich bewusst in die Tradition der katholischen Soziallehre. Wie die industrielle Revolution im 19. Jahrhundert neue soziale Fragen aufwarf, so stellt heute die digitale Revolution Fragen nach Würde, Freiheit, Wahrheit, Arbeit und Verantwortung neu.
Im Zentrum steht nicht Technikfeindlichkeit, sondern die Frage, welchem Menschenbild technische Entwicklungen dienen. Die Künstliche Intelligenz kann Teilhabe, Bildung und Gerechtigkeit fördern, sie kann aber auch Kontrolle, Manipulation und neue Formen sozialer Ungleichheit verstärken. Papst Leo erinnert deshalb daran, dass technische Innovationen ethische Orientierung, politische Verantwortung und geistliche Unterscheidung brauchen.